Projekt Caniron - Die ersten Jahre
Willkommen in Asgard...Die Insel Asgard liegt am Ausläufer eines großen Kontinentes auf dem Planeten Caniron. Dieser wiederum befindet sich zur Zeit der Handlung - vor gut 2.500 Jahren - auf einer Umlauf- bahn um dieselbe Sonne¸ um welche auch die Erde kreist. In Asgard haben sich Überlebende dreier zerstörter Planeten angesiedelt. Dementsprechend bunt ist die Bevölkerung der Asen. Da man jedoch wirtschaftlich noch zu schwach ist¸ wer- den viele Produkte und Rohstoffe von Midgard - der Erde - ein- geführt. Dabei muss man vorsichtig vorgehen¸ um nicht erkannt zu werden. Die Kulturen der Erdenmenschen sind in den meis- ten Fällen noch nicht so weit¸ Fremdwesen zu akzeptieren. Au- ßerdem bringt diese Heimlichkeit große Handelsvorteile mit sich.
Die Spielerfiguren¸ also die Hauptpersonen unserer Rollen- spielgeschichten¸ sind Angehörige einer privaten Detektei¸ der WPN-Agentur¸ die nahezu alle Aufträge annimmt¸ die irgendwie mit Wachdienst¸ Personenschutz und Nachforschungen zu tun haben. Es können militärische Kleinsteinsätze sein¸ Forschungs- aufgaben überall im Sonnensystem¸ aber auch profane oder zu- nächst unspektakulär erscheinende Beschattungen oder Bewa- chungen.
Als Kulissen stehen also solche dreierlei Art zur Verfügung:
- die zahlreichen irdischen historischen Kulturen der be- handelten Zeit (etwa 569 bis 564 vor unserer Zeitrech- nung);
- alle Planeten und sonstigen Himmelskörper des Sonnen- systems;
- Asgard selbst¸ eine kleine¸ junge und multikulturelle Zi- vilisation¸ deren technischer Stand dem unseren auf den meisten Gebieten nur einige wenige Jahrzehnte voraus ist.
...und Midgard
Möglicherweise bildet der irdisch-historische Teil den viel in- teressanteren des Rollenspielhintergrundes. Manchem Spieler mag an vielen Stellen so manches Aha-Erlebnis widerfahren¸ wenn er mit halbvergessenen Dingen aus dem Schulunterricht plötzlich etwas anfangen kann. Es kann unglaublich spannend werden¸ sich durch Bücher zu graben¸ um zu ergründen¸ wie es wirklich war. Und um zu erkennen¸ dass sich die Menschen in den letzten 3000 Jahren in vielen Belangen gar nicht einmal so sehr verändert haben.
Dennoch sollten Spielleiter wie Mitspieler vor allem immer ei- nes bedenken: Die Welt zeigte vor knapp 2600 Jahren ein viel- fach auch ganz anderes Gesicht als die uns vertraute gegenwärti- ge Erde. Bis zu den grundlegendsten Anfängen des Christen- tums oder gar Islams werden noch viele Jahrhunderte vergehen. Das kleine Örtlein Ruma am Rande des etruskischen Städte- bundes erinnert noch in keiner Weise an das Zentrum des späte- ren römischen Weltreiches. Selbst Buddha und Kungfudse las- sen ebenso wie das Perserreich noch einige Jahrzehnte auf sich warten. Schließlich haben sich über die Jahrtausende sogar Fluss- und Küstenlinien verändert.
Zugleich aber können zum Zeitpunkt der Handlung viele Kulturen bereits auf uralte Traditionen und eine lange Geschich- te zurückblicken. Zudem bauen sie alle auf noch viel älteren¸ oft vor Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden untergegangenen auf. Es ist eine Zeit der Um- und der Aufbrüche¸ in der es für die Spieler ebensoviel zu entdecken gibt¸ wie für ihre Figuren. Irdische Zeitangaben sind grundsätzlich als ‘vor unserer Zeitrechnung' (v.u.Z.) zu verstehen¸ da die zur in diesem Band behandelten damaligen Zeit gebräuchlichen irdischen Jahres- rechnungen extrem uneinheitlich sowie räumlich stark begrenzt und somit nur wenig hilfreich sind. Meist wird nach den jeweili- gen Herrschern datiert. Selbst die Olympiadenrechnung der Griechen existiert noch nicht¸ wenn auch jene Spiele schon eine alte Tradition haben.